Viele Unternehmen investieren bei einem Rebranding viel in Logo, Farben und Typografie. Das Corporate Design wird überarbeitet, die Website bekommt ein neues Gesicht, manchmal auch der Name. Was dabei regelmäßig zu kurz kommt, sind die Bilder. Dabei entscheiden sie darüber, ob die neue Positionierung wirklich ankommt oder nur auf dem Papier existiert.
Was ein Rebranding wirklich bedeutet
Ein Rebranding ist kein kosmetischer Eingriff. Es ist eine Aussage: Wir haben uns verändert. Unsere Zielgruppe, unser Anspruch, unsere Haltung, manchmal auch unser Markt. Diese Veränderung muss nach außen erkennbar sein. Nicht nur im Logo, sondern in allem, was Menschen von diesem Unternehmen sehen.
Bilder sind dabei oft das erste, was Menschen wahrnehmen. Noch bevor sie einen Text lesen, entscheiden die visuellen Signale, ob das, was sie sehen, zu dem passt, was das Unternehmen behauptet. Ein neues Logo auf alten Bildern sendet ein gemischtes Signal. Es wirkt wie ein neues Schild an einer alten Fassade.
Der häufigste Fehler beim Rebranding
Der Fehler passiert nicht aus Nachlässigkeit. Er passiert, weil Bilder oft als nachgelagerte Aufgabe behandelt werden. Erst wird das Design entwickelt, dann die Website gebaut, dann irgendwann auch neue Fotos gemacht. In der Praxis bedeutet das: Die neue Website geht mit alten Bildern online. Oder mit Stockfotos, die zum neuen Design zwar farblich passen, aber keine Identität transportieren.
Was dabei verloren geht, ist Glaubwürdigkeit. Wer sagt, dass das Unternehmen jetzt anders ist, muss das auch zeigen. Und Bilder sind das stärkste Mittel, um Veränderung sichtbar zu machen.
Was sich beim Rebranding visuell ändern muss
Ein Rebranding zieht eine Reihe von visuellen Konsequenzen nach sich, die über das Corporate Design hinausgehen. Die folgende Übersicht zeigt, was eine neue Positionierung für die Bildwelt bedeutet:
Rebranding und seine visuellen Konsequenzen
| Was sich ändert | Was das für Bilder bedeutet |
| Neues Logo und Corporate Design | Alle Bilder müssen zur neuen Farbwelt passen |
| Neue Positionierung | Bildsprache muss die neue Haltung zeigen |
| Neues Zielpublikum | Motive, Personen und Kontexte neu denken |
| Neuer Ton in der Kommunikation | Stil, Licht und Stimmung der Bilder anpassen |
| Neue Website und Kanalstrategie | Formate und Bildgrößen neu definieren |
Das bedeutet nicht, dass alles auf einmal neu gemacht werden muss. Aber es bedeutet, dass die Bildwelt Teil der Rebranding-Planung sein sollte, nicht ein Anhang dazu.
Wie eine neue Bildwelt im Rebranding entsteht
Der erste Schritt ist keine Kamera. Er ist ein Gespräch. Was soll die neue Marke ausstrahlen? Wer soll sie ansprechen? Welche Situationen, welche Menschen, welche Atmosphären passen dazu? Diese Fragen müssen beantwortet sein, bevor das erste Bild entsteht.
Daraus entwickelt sich eine visuelle Leitlinie: Bildstil, Farbton, Lichtstimmung, Auswahl der Motive. Diese Leitlinie sorgt dafür, dass alle Bilder, die im Zuge des Rebrandings entstehen, dieselbe Sprache sprechen. Auf der Website, auf LinkedIn, in der Pressemappe, im Recruiting.
Was dabei häufig unterschätzt wird, ist der Zeitbedarf. Ein Rebranding-Shooting ist aufwendiger als ein reguläres Unternehmensshooting. Es braucht mehr Vorbereitung, mehr Abstimmung und oft auch mehrere Drehtage, je nachdem, wie breit das neue Bildmaterial eingesetzt werden soll.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für neue Bilder beim Rebranding?
Idealerweise entstehen die neuen Bilder parallel zur Entwicklung des Corporate Designs. So können Bildstil und Design gemeinsam kalibriert werden. In der Praxis ist das nicht immer möglich. Wenn das Design bereits steht, ist es trotzdem sinnvoll, das Shooting so früh wie möglich einzuplanen.
Was nicht funktioniert: Bilder als letzten Punkt auf der To-do-Liste zu behandeln. Dann entsteht Zeitdruck, der die Qualität beeinträchtigt. Und die neue Marke startet mit einem visuellen Rückstand, den sie oft monatelang mit sich trägt.
Typische Anlässe, bei denen wir Unternehmen im Rebranding begleiten:
- Neuausrichtung nach Fusion oder Übernahme
- Wechsel in der Geschäftsführung mit neuer strategischer Ausrichtung
- Erschließung neuer Zielgruppen oder Märkte
- Übergang von B2C zu B2B oder umgekehrt
- Relaunch von Website und Kommunikationskanälen

Was wir beim Rebranding einbringen
Wir steigen nicht erst ein, wenn das Briefing steht. Wir denken gern früher mit. Was bedeutet die neue Positionierung visuell? Was müssen die Bilder leisten? Welche Motive sind verzichtbar, welche unbedingt notwendig? Diese Fragen stellen wir, bevor wir ans Set gehen.
Mehr dazu, wie eine durchdachte Bildwelt aufgebaut wird, findet ihr in unserem Beitrag zur Bildstrategie.
Zusammenfassung
Ein Rebranding ist dann vollständig, wenn die neue Haltung auch visuell erkennbar ist. Neue Bilder sind kein Add-on, sie sind ein zentraler Bestandteil der Neupositionierung. Wer das früh einplant, spart Zeit, vermeidet Brüche im Auftritt und stellt sicher, dass die neue Marke von Anfang an so wahrgenommen wird, wie sie gemeint ist.
FAQ
Müssen beim Rebranding wirklich alle Bilder neu gemacht werden?
Nicht zwingend alle. Aber eine ehrliche Prüfung lohnt sich: Welche Bilder passen noch zur neuen Positionierung, welche nicht? Oft sind es weniger Bilder als gedacht, die wirklich weiterverwendet werden können. Ein kurzes Beratungsgespräch hilft dabei, das schnell einzuschätzen.
Wie viel Vorlauf braucht ein Rebranding-Shooting?
Je nach Umfang solltet ihr vier bis acht Wochen einplanen. Dazu gehören Briefing, Konzept, Location-Suche, Abstimmung mit Personen und Terminfindung. Wer früh plant, hat mehr Spielraum und bessere Ergebnisse.
Können wir euch auch nur für die Beratung zur Bildwelt hinzuziehen?
Ja. Wir bieten auch Beratung und Konzeptentwicklung an, unabhängig vom Shooting. Wenn ihr die Umsetzung intern oder mit einem anderen Fotografen macht, aber eine klare visuelle Leitlinie braucht, können wir dabei helfen.
Ihr plant ein Rebranding?
Meldet euch gerne früh. Je früher wir wissen, in welche Richtung sich die Marke entwickelt, desto besser können wir die Bildwelt darauf abstimmen. Kein ausgearbeitetes Briefing nötig, ein erstes Gespräch reicht.
Schreibt uns über deidlbehnke.com/kontakt.

